Implantation
Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt. Der Zugang zur Wirbelsäule erfolgt über einen ca. 4-5 cm kleinen Hautschnitt. Es können mehrere instabile Bandscheiben endoprothetisch ersetzt werden. Die großen Gefäße vor der Lendenwirbelsäule werden vorsichtig mobilisiert und die entsprechende Bandscheibe freigelegt. Es wird dann die defekte Bandscheibe einschließlich dem vorhandenem Bandscheibenvorfall komplett entfernt. Anschließend wird der Bandscheibenraum auf eine physiologische Höhe aufgedehnt, um die Nervenwurzeln zu entlasten und Platz für die Prothese zu schaffen. Das Implantatbett wird dann präzise vorbereitet. Nach dem Einpassen von Probebandscheibenprothesen werden die Implantate (Activ® L, Prodisc® L) unter röntgen- und elektromyographischer Kontrolle zentral in das aufgedehnte Bandscheibenfach eingebracht.
Der stationäre Aufenthalt nimmt 4-7 Tage in Anspruch. Bewegungs- und druckstabile Verankerung der Bandscheibenprothesen ermöglichen eine sofortige Mobilisation ohne Mieder und ohne Gehhilfen. Zum knöchernen Einwachsen der Prothese nach 3 Monaten sollen Verdrehungen der Lendenwirbelsäule, Vorneigen unter Belastung und das Heben von schweren Gegenständen, sowie Sportarten mit Erschütterungen der Wirbelsäule vermieden werden. Nach 3 Monaten wird das knöcherne Einwachsen der Prothese durch Röntgenaufnahmen überprüft, danach ist der Patient uneingeschränkt sportfähig. Kontrolluntersuchungen im Jahresrhythmus garantieren größtmögliche Sicherheit.
