Stabilisierung

 

Bei fortgeschrittener Degeneration der Wirbelbogengelenke (Facettengelenke) und bei nicht ausreichender Knochendichte oder höher gradigen Segmentinstabilitäten (Wirbelgleiten) verbietet sich eine dynamische Stabilisierung der erkrankten Bewegungssegmente mittels Bandscheibenprothese. Es wird dann über den gleichen Zugangsweg wie bei der Bandscheibenprothesenimplantation die erkrankte Restbandscheibe entfernt.  Das Bandscheibenfach auf eine normale Bandscheibenhöhe aufgedehnt und die Fehlstellung korrigiert.  Es wird dann das Bandscheibenersatzimplantat (Körbchen/Cage) Synfix® LR von ventral zentral in den ausgedehnten Bandscheibenraum eingebracht. Durch Einbringen von 4 Kopfverriegelungsschrauben wird der Cage winkelstabil zwischen den benachbarten Wirbelkörpern fixiert.  Die winkelstabile Verschraubung erhöht die Stabilität derart, dass eine zusätzliche dorsale Perdikelverschraubung entfällt.  Dies spart einen zusätzlichen operativen Eingriff und damit Operationsdauer und Kosten, sowie postoperative Schmerzen durch Wegfall des mehr oder weniger ausgedehnten Traumas der autochthonen Rückenmuskulatur. 

Der Synfix LR ist aus Kunststoff (PEEK), die winkelstabilen Titanschrauben werden über eine Titanplatte, die mit dem Cage verbunden ist  eingebracht.  Die winkelstabile Schraubenverankerung hat sich in der Traumatologie bereits seit Jahren bewährt und konnte nun erfolgreich auf ein Wirbelsäulenimplantat übertragen werden. 

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